Amy Macdonald

Amy  Macdonald  mit  neuem  Album  im  Frühjahr  2021  auf Deutschlandtour
 
Die Karriere der schottischen Singer/Songwriterin Amy  Macdonald  zählt  zu  den  erfolgreichsten Karrieren  einer  europäischen  Solo-Musikerin  im neuen  Jahrtausend,  mit  sechs  Millionen verkauften  Alben  und  insgesamt  weit  mehr  als zehn  Millionen  abgesetzten  Tonträgern,  mit  vier Longplayern,  die  alle  weltweit  in  die  Top  5  der Charts  einstiegen,  mit  mehr  als  200  Millionen Spotify-Streams  und  weltweiten  Konzerten  vor insgesamt  mehr  als  3,3  Millionen  Zuschauern. Und  „Schuld“  an  dieser  sagenhaften  Karriere trägt letztlich ein bestimmter Song der britischen Band  Travis  mit  den  Titel  „Turn“:  Als  Amy Macdonald  jenen  zum  ersten  Mal  bei  einem Konzert  im  Jahr  2000  hörte,  entschied  die  damals  gerade  12-Jährige,  sich  das Gitarrenspielen  selbst beizubringen;  ursprünglich  nur,  um  diesen Song  auch  selbst intonieren zu können.

Doch kaum hatte sie die Grundzüge dieses Instruments sowie eine Handvoll Akkorde erlernt, flossen ihr die eigenen Songs nur so aus den Fingern. Schon im Alter von 15 Jahren  stand  sie  regelmäßig  auf  kleinen  Bühnen  in  Caféhäusern  und  Pubs  in Glasgow  und  bot  ihre  selbst  geschriebenen  Songs  dar.  Bereits  damals  war  die Begeisterung  so  groß,  dass  es  nur  folgerichtig  schien,  als  sie  mit  18  ihren  ersten Plattenvertrag unterschrieb – der Beginn einer Karriere, die sich vom Fleck weg auf einer  rasenden  Überholspur  befand.  Gleich  ihre  ersten  beiden  Singles,  die  2007 veröffentlichten  Songs  „Mr.  Rock’n’Roll“  und  „This  Is  The  Life“,  avancierten  zu internationalen  Chartstürmern,  allein  von  letzterem  Stück  gingen  rund  eine  Million Kopien über die globalen Ladentheken. Das kurz darauf veröffentlichte Debütalbum „This  Is  the  Life“  eroberte  ebenfalls  weltweit  die  Charts  und  gewann  17  Platin-Auszeichnungen – darunter allein fünf in Deutschland.

Es war ein dermaßen intensiver Start, der vielen sicherlich Probleme bereitet hätte – nicht  jedoch  der  gerade  volljährig  gewordenen  Künstlerin:  Sie  freute  sich  natürlich über diese unerwartete weltweite Anerkennung, aber schrieb trotzdem einfach weiter Song  für  Song,  darunter  zahllose  weitere  Hits.  Mit  jedem  Album,  das  folgte  –  „A Curious  Thing“  (2010),  „Life  in  a  Beautiful  Light“  (2012)  und  „Under  Stars“  (2017), allesamt  gold-  und  in  vielen  Ländern  sogar  platinverziert  –  diversifizierte  Amy Macdonald ihren stilistischen Rahmen weiter aus und fügte ihrer klanglichen Palette wunderschöne  neue  Farben  hinzu  –  seien  es  orchestrale  Exkursionen,  sehr intime akustische  Momente  oder  mutig  und  lustvoll  Rockendes.  Zuletzt  erschien  von  ihr 2018  ihre  erste  Best-Of-Sammlung  unter  dem  programmatischen  Titel  „Woman  of The  World“;  die  begleitenden,  durchweg  und  auch  in  Deutschland  stets ausverkauften  Konzerte  bewiesen,  wie  weitreichend  ihr  künstlerischer  Horizont mittlerweile  ist.  Diese  Compilation  war  dahingehend  eine  Zäsur  für  die  Künstlerin, dass sie sich nach all den stilistischen Entwicklungen vornahm, sich einmal zurück auf  ihre  Wurzeln  zu  besinnen:  Das  nächste  Album  sollte  bewusst  zurück  zu  dem „kleinen Besteck“ ihrer Anfangstage zurückgehen.

Damit  befinden  wir  uns  in  der  Gegenwart  und  bei  der  Ankündigung  ihres  fünften Longplayers „The Human Demands“, der am 30. Oktober erscheinen wird. In einer neuen  Konsequenz  beschäftigen  sich  die  meisten  Songs  dieses  Albums  erstmals nicht mit ihr selbst, sondern mit dem Blick auf das Älterwerden aus der Perspektive von Geschichten ihres Umfelds, ihrer Familie und ihres Bekanntenkreises. Mit einem
für eine 33-Jährige erstaunlich abgeklärten, geradezu weisen Auge berichtet sie von Freunden, die mit Depressionen kämpfen, von anderen, die die Liebe fürs Leben und damit ihr großes Glück fanden, oder – wie in der vorab ausgekoppelten ersten Single „The Hudson“ – von den Reisen ihrer Eltern in das damals gefährliche New York der 70er-Jahre.  All  dies  gegossen  in  Songs  von  einer  geradezu  schwebenden
Grandezza sowie einer überragenden Springsteen’schen Selbstverständlichkeit. „Es ist  natürlich  ein  wenig  verwegen  zu  behaupten,  man  habe  so  etwas  wie  ein Alterswerk aufgenommen,  wenn man  gerade  mal Anfang  30  ist“, lacht  Macdonald. „Aber  ehrlich:  Die  Tage,  als  ich  mit  18  meinen  ersten  Plattenvertrag  unterschrieb, fühlen sich so an, als lägen sie ein gesamtes Leben zurück.“

Dem Album kam etwas zugute, das den meisten von uns eher Probleme und Sorgen bereitet hat: die Corona-Pandemie. Denn mitten im Arbeitsprozess am neuen Album, den  Macdonald  mit  dem  renommierten  Produzenten  Jim  Abbiss  (Arctic  Monkeys, Kasabian,  Editors, Adele)  unternahm,  wurden  sämtliche Studios  in  England  infolge eines  Lockdowns  geschlossen.  Die  Arbeit  musste  für  mehr  als  drei  Monate unterbrochen  werden.  Eine  unwillkommene  Pause,  die  in  etwas  sehr  Positives gemünzt wurde, denn nun hört man allen Songs unterschwellig diese große Freude an,  dass  die  Arbeit  weitergehen  konnte  und  man  –  so  darf  man  hoffen  –  das Schlimmste überstanden hat. Eine Freude, die sich ohne jeden Zweifel auch auf die nun angekündigten Konzerte im April und Juni 2021 übertragen wird, auf denen man Amy Macdonald derart warm und wahrhaftig erleben wird wie bei ihren Pubshows zu Beginn des Jahrtausends.
 
Präsentiert wird die Tour von kulturnews, piranha, START und event.

26.04.21 (Mo)

Beginn: 20 Uhr

Ort: Kuppelsaal

Tickets

PK 1 Sitzplatz: 79,50€

PK 2 Stehplatz: 56,50€

Veranstalter

FKP Scorpio Konzertproduktion GmbH